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| Bier historisch | |||||||||||
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Met bei den GermanenWar Met oder Bier der Zaubertrank der Germanen?Sehr wahrscheinlich ist die germanische Entstehung von Met und Bier dasselbe.Da Germanen keine Schrift besaßen, ist man bei ihrer Biergeschichte auf Ausgrabungen oder Berichte Entdeckungsreisender angewiesen. Der bekannteste, älteste Fund in Germanien (Deutschland) sind Bierkrüge in einem Grab aus der Zeit um 800 v. Chr. in Oberfranken. Die Behauptung, dass Met etwas mit Wein zu tun habe, ist schon deshalb Unsinn, weil die ersten Rebstöcke erst um 600 n. Chr. nach Germanien kamen. Pytheas, ein Entdeckungsreisender um 300 v. Chr., berichtet von einem Getränk aus Getreide, das mit Honig versetzt wurde (Met oder Bier) und bei den Einwohnern Mitteleuropas sehr beliebt war. Die ausführlichsten Beschreibungen zum germanischen Bier finden sich beim römischen Geschichtsschreiber Tacitus. Er schrieb: „Als Getränk dient eine Flüssigkeit aus Gerste, Weizen und Honig, die in einer gewissen Ähnlichkeit mit dem Wein gegoren wird. Die Mahlzeiten sind einfach, aus wildem Obst, kräftigem Wildbret oder geronnener Milch. Ohne Zubereitung und ohne Gewürze vertreiben sie den Hunger. Beim Durst verfahren sie nicht mit der gleichen Selbstbeherrschung. Wenn man, ihrer Trunksucht entsprechend, ihnen die Menge geben wollte, die sie so heftig begehren, könnte man sie kaum schwerer durch die Laster als durch die Waffen besiegen.“ Demnach wurden bei festlichen Anlässen und kultischen Feiern sehr große Mengen von eigens zu dem Anlass gebrauten Bier (Met) getrunken. Deshalb dürfte Bier oder Met zu dieser Zeit dasselbe gewesen sein.
Warum war Met oder Bier der Zaubertrank der Germanen?Gebraut wurde, wie schon bei den Sumerern, in einer Art Steinbierbrauerei mit Getreidemalz von Gerste, Weizen, Roggen oder Hafer. Dabei erhitzte man die angerührte Maische in einem Kessel, es gab welche die immerhin 500 Liter fassten, wobei man die Temperatur mit Hilfe heißer Steine zusätzlich steigerte. Dem Bier wurden dann verschiedene Kräuter zugesetzt, die dazu dienten, dem Bier ein typisches Aroma zu verleihen und es länger haltbar zu machen. Vor allem aber sollten sie dem Bier eine aufputschende, psychisch stimulierende Wirkung geben. Man wurde dadurch unverwundbar, übermenschlich stark, und konnte sich den Göttern nahe fühlen. Die Verwendung des beruhigenden Hopfen wurde später von den christlichen Klöstern eingeführt und 1516 durch das Reinheitsgebot zur Pflicht. Hierbei handelte es sich sicherlich nicht um einen Qualitätsstandard, sondern eher um den Versuch die „Germanen“ unter Kontrolle zu bringen. Das am häufigsten verwendete Bilsenkraut wurde mit Thor, dem Gott des Donners in Verbindung gebracht. Donnerte es, so glaubten die Menschen dieser Zeit, Thor putze seinen Sudkessel. Jahrhunderte hindurch war Bilsenkraut die beliebteste Bierwürze. Ein weiteres typisches Bierkraut war der Sumpfporst, der berauschend wirkte und in hohen Dosen zur Raserei führte. Die Krieger des gallischen Feldherrn Vercingetorix tranken vor der Schlacht bei Alesia Bier mit dem Taumelloch. Er und seine Gallier verloren zwar die Schlacht, gingen aber furchtlos zu Tausenden in den Tod. Während die Germanen viele Kräuter der Natur für heilig hielten, wurden diese von den christlichen Missionaren als Symbole des Heidentums angesehen und verteufelt, ihre Verwendung wurde verboten. Also könnte man schandmäulig behaupten, dass Bier christianisiertes Met sei, - tut man aber natürlich nicht! |
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